Lost Places (1)

Als Fotograf biegt man immer wieder mal ab und sucht sich neue Routen. Wer weiß, vielleicht entdeckt man ja Neues, Unbekanntes, Besonderes? Möglicherweise wartet hinter der nächsten Kurve eine Erfahrung, die man gemacht haben sollte, um sich weiterentwickeln zu können, menschlich und fotografisch? Es schadet nie, sich hin und wieder Aufgaben zu stellen und Projekten zu widmen, die mit dem eigenen “Geschäft” nicht viel oder sogar gar nichts zu tun haben. Ich habe bei derartigen Gelegenheiten viel gelernt und werde sicher niemals auslernen. Es inspiriert mich und motiviert mich, auf meinem angestammten Gebiet kreativer zu werden.

Meine neueste fachliche Herausforderung (wenngleich alles andere als eine neue Leidenschaft) lautet: lost places. Da kommen meine neuen alten Fotoapparate zum Einsatz, die ich nicht mit SD-Karten, sondern mit Film bestücken muss. Es sind wahre Schätzchen, die ich nun mein Eigen nennen darf – vielen herzlichen Dank an die Menschen, die glauben, dass ihre Erbstücke bei mir in guten Händen sind! Es macht viel Freude, damit zu fotografieren, ist aber auch alles andere als einfach. Es muss alles stimmen oder fotografisch irgendwie stimmig gemacht werden, um ein gutes Foto zu erhalten. Vor allem Licht muss ich mir an dunklen, verlassenen Orten verschaffen, denn Fotografie ohne Licht ist wie … (Mist, jetzt fällt mir nichts Originelles ein!) Passen die Bedingungen und Voraussetzungen nicht, gibt’s kein Foto. Aber wenn wirklich alle Stricke reißen, habe ich ja noch meine Nikon D750 …

Schluss mit dem Vorgeplänkel, jetzt gibt’s Fotos! Heute zeige ich Ihnen, was ich auf einem ehemaligen Militärgelände entdeckt habe, und nächsten Sonntag folgen private Gebäude. Die sind teilweise richtig skurril, darauf dürfen Sie sich freuen!

Wände und Graffiti

Hallen und Garagen

Treppenhäuser

Fenster, Türen, Fassaden


Über dieses sonntägliche Shooting auf einem ehemaligen Militärgelände habe ich ein kurzes Video gemacht. In dieser Form (hoffentlich mit zunehmender Erfahrung besser, vor allem aber ökonomischer beim Schneiden) plane ich auch in den Urwäldern einige Videos. Beim Filmen und Bearbeiten muss ich allerdings noch viel lernen, da bin ich noch Rookie. Mal sehen, wohin es sich entwickelt, aber ehrlich: Ich bin und bleibe Fotografin. Das ist mein Leben.


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