Genres und Seitenblicke

Vor einer Weile habe ich einen Beitrag darüber geschrieben, wie wenig ich eigentlich als Fotografin kann. Heute folgt Teil 2 dieser Selbstkritik. Was ich nämlich nicht wirklich drauf habe, aber gern drauf hätte, ist Straßenfotografie. Wenn ich durch Instagram scrolle, stoße ich auf Bilder, die mich begeistern: minimalistisch, stark beschnitten, auf schwarz-weiß beschränkt, wirkend allein…

Es ist fünf nach Zwölf

Heute schreibe ich wieder einmal zu dem Thema, das mich zunehmend umtreibt und immer mehr zu meinem Sinn stiftenden Lebensinhalt wird. Es geht um – na klar: Wald. Dass Primärwälder (a.k.a. Urwälder) verschwinden, ist nicht neu. Dass sie abgeholzt werden, obwohl es verboten ist, auch nicht. Sprechen wir über von Menschen illegal geschaffene, nur aus…

Warum ich kein Instagram-Typ bin

Ich hab’s probiert. Wirklich! Über mehrere Jahre hinweg und mit mehreren verschiedenen Accounts. Ich habe meine sportlichen Abenteuer und Reisen für Sponsoren dokumentiert, Tierbilder gepostet, eine spezielle fotografische Nische (s/w-Infrarot) bedient, Details aus besonderen Blickwinkeln gezeigt und sogar für einen Kunden dessen Instagram- (und Facebook-) Account aufgebaut und betrieben. Es gab einmal eine Zeit, da…

Sind Sie eine(r) wie alle?

Wer tolle Fotos machen will, muss dorthin, wo tolle Motive zu finden sind. Soweit bin ich einverstanden. Doch wo sind tolle Motive zu finden? Klar, dort, wo jedes Jahr tausende Fotografen die gleichen Fotos bereits millionenfach gemacht haben. Drängen Sie sich ruhig mit ihrem Stativ zwischen all die Gleichgesinnten, wenn am Canal Grande die Sonne…

Wenn das Schlechtere das Bessere ist

Wir Fotografen leiden an GAS. Alle. Wobei man differenzieren muss, denn eigentlich leiden wir ja nicht darunter. Unsere Bankkonten leiden. Auch die Industrie und der Handel leiden nicht, aber das ist ein anderes Thema. Heute soll es darum gehen, wie man das gear acquisition syndrome in geregelte Bahnen lenken kann. Und weil ich meist aus…

Abwettern und Eistee trinken

Nach der Hitzewelle mit teils über 40 Grad und wolkenlosem, ausgebranntem Himmel nähern wir uns endlich wieder einem für die Outdoorfotografie interessanten Wetter. Es wird nass werden, was die Farben in der hörbar (!) aufatmenden Natur leuchten lässt, und deutlich kühler. Ich freue mich darauf, habe allerdings weniger die reine Temperatur im Blick als die…

Wie ich arbeite

Gestern bin ich aus einem ganz anderen Grund als sonst losgefahren: Ich wollte mich selbst dabei beobachten, wie ich arbeite. — Moment: arbeite?! Meine Fotografie ist Arbeit? Genau das! Mein Selbstverständnis als Fotografin ist es, professionell zu – nun ja, arbeiten. Ich bin keine Hobbyfotografin, ich fotografiere niemals ohne mir vorher zu überlegen, was ich…

Die Sache mit dem Wald

Der Wald ist Thema. Das ist gut und schlecht. Wobei: Nein, es ist gut. Schlecht sind nur unqualifizierte Kommentare, Verweigerungen der Akzeptanz von Fakten und das – genau: Waldbaden. Warum? Wie komme ich auf diese These? Wo ich doch eine Verfechterin davon bin, sich Wald anzusehen, ihn zu erleben, um ihn verstehen zu können?! Vorab…

Licht und Schatten. Sonst nichts.

Hin und wieder haben wir hier das Thema Bildbearbeitung. Klar, denn es gehört zur professionellen Fotografie wie das Salz zum Kochen. Ich selbst fotografiere bekanntlich ausschließlich in RAW und entwickle meine Fotos so, wie ich sie gesehen und erlebt habe. Danach bearbeite ich sie mehr oder weniger intensiv, allerdings weniger digital manipulativ als andere Fotografen….

Ist Bildbearbeitung Betrug?

Es war in diesem Blog schon Thema, ich greife es aber gern wieder auf. Was ist Bildbearbeitung? Ist es Manipulation und Verfremdung der Realität? Ist es Kunst? Kann es weg? Ist es eine neue Marotte der Photoshop-Generation? Oder ist und war es immer schon notwendig? Mein sehr geschätzter rumänischer Kollege, der Landschaftsfotograf Toma Bonciu, betreibt…

Ich leide!

Je älter ich werde und je mehr (Arbeits-) Zeit ich mir schenke, mich in diesem “Draußen” umzuschauen und es zu fotografieren und zu dokumentieren, desto kränker werde ich. Ich kann einfach nicht begreifen, was ich da erlebe! Es erschüttert mich zutiefst, wenn ich sehe, wie viele Menschen Pflanzen ausreißen, Äste abbrechen, junge Bäume niedertrampeln und…

#NaTour – der Workshop (Wie die Idee entstand.)

Fotografieren ist im Jahre 2019 einfacher denn je: Wir brauchen nur noch ein Motiv und eine Kamera, den Rest übernimmt die Technik. Dabei spielt es eine nur noch untergeordnete Rolle, ob es sich um eine Vollformat-DSLR oder -DSLM handelt oder um einen kleineren Sensor, also um APS-C oder MFT. Mehr noch, ich bin seit Jahren…

Eine #NaTour ohne Natur

Ich hatte geplant, dass es an dieser Stelle heute tolle Fotos von Natur und Naturwäldern auf der Schwäbischen Alb zu sehen geben wird. Dafür hatte ich mich für fünf Tage in Abstadt einquartiert, das Bike, den Wanderrucksack und natürlich meine Kameras plus fünf Objektive mitgenommen und mittels diverser Apps und Karten alle passenden Locations recherchiert….

Acht Tipps, die Frust vermeiden helfen

Ein Sonntagmorgen. Die Wettervorhersage versprach gestern Abend alles, was Sie von einem perfekten Foto-Wandertag erwarten. Sie stellen den Wecker auf Sonnenaufgang und schaffen es tatsächlich, ihn nicht in die Ecke zu werfen, sondern Sie stehen auf. Tapfer! Sie kochen eine Kanne Kaffee, richten sich eine Brotzeit, greifen Ihren wie immer fertig gepackten Rucksack und den…

Der Wiedererkennungswert

Wenn ich fotografische Tipps geben soll, die über die üblichen hinausgehen, bemühe ich den „Wiedererkennungswert“. Auch wenn Sie als Reisefotograf in immer wieder unterschiedlichen Regionen verschiedene Motive zu allen erdenklichen Jahres- und Tageszeiten fotografieren, kommt dieser Aspekt zum Tragen – vielleicht tritt er sogar gerade dann erst deutlich hervor. Was ich damit meine? Sie haben…